Sei dein eigener Barista

Sei dein eigener Barista

Keine Zauberei, aber viel Spaß mit den Zutaten spielerisch eine eigene Geschmacksrichtung zu gewinnen. Die Industrie macht es vor. Und man kann ganz wunderbar zuhause am Küchentisch mischen, riechen, verwerfen, neu mischen, neu riechen, ausprobieren. Mach‘ dein Ding: Sei dein eigener Barista!

Nicht leichter als das: Da es bei PAMOJA sortenreine Kaffees und auch einen Espresso gibt, steht der eigenen Qualitätsmischungen nur noch die eigene Untätigkeit im Weg. Aber auch die beiden gemischten Produkte eignen sich für eigene Blends. Allerdings gilt es hier die beiden schon vorhandenen Bestandteile mit einer dritten Sorte zu mischen. Möglich ist vieles.

Zwei Beispiele für Mischungen gleich am Anfang

Sie können es nicht erwarten und möchten gleich loslegen? Gut, denn nachdem Sie die Kaffees und Espresso bereits sortenrein probiert haben, geht es nun ans Eingemachte. Die beiden Mischungen stehen für sich und bieten gleichzeitig die Basis für weitere Ausflüge in neue Geschmackswelten, die man nahezu täglich finden und für sich selbst erfinden kann. Einfach alle Komponenten mit Sinn und Verstand variieren. Lesen was den einen Kaffee ausmacht, wo die Stärken des anderen liegen und dann bei Gelegenheit sogar mal einen dritten dazumischen. Zwei Löffel von diesem, drei Löffel von jenem.

Ein Vorschlag für einen erstklassigen Kaffee mit eigener Rezeptur

Edler Sumatra Vulkan Grade 1, 100% Arabica zusammen mit Äthiopischem Mocca, ebenfalls 100% Arabica im Verhältnis 2:1 gemischt. Mehr dazu lesen Sie hier

Äthiopien und Indien – Der Vorschlag für einen edlen Espresso mit eigener Rezeptur

Eine gelungene Mischung aus zwei Kontinenten. Der nahezu säurefreie Espresso Indien Monsooned Malabar AA und der äthiopische Mocca, wobei drei Teile des indischen Espresso auf zwei Teile des äthiopischen Mocca gemischt werden. Mehr dazu lesen Sie hier

Mal sehen wo die Unterschiede zu industrieller Ware liegen?

Bevor Sie aber nun zur Tat schreiten und Ihre ganz eigenen wunderbaren Kreationen an äthiopischem Mocca mit kolumbianischem Supremo oder feinstem Sumatra Grade 1 mit indischem Monsooned Malabar schaffen, möchten wir Sie noch kurz über den Hintergrund bester Bohnen informieren. Das Gespräch mit Freunden in der heimischen Küche, für die Sie exklusiv Ihre ureigensten Mischungen erstellen, wird rasant an Fahrt aufnehmen. Und am Ende sollen die Kritiker verstummen und das Wissen Einzug halten, das Sie gerne mit Ihren Gästen teilen.

Die Kaffees von der Stange werden zum Beispiel so gemischt: Viel lateinamerikanischer Kaffee der unteren Mittelklasse und für den besseren Geschmack und ein kräftiges Aroma einen Schuss afrikanischen Kaffees. Nicht wundern, wenn man „Kenia Auslese“ oder was mit so einem Phantasienamen kauft und dann nur ein paar Prozent kenianischer Kaffee von mittlerer Qualität drin sind, aber überwiegend ganz was anderes. Merke: Die Industrie macht natürlich alles richtig und hält sich an die gesetzlichen Vorgaben. Frei nach Nietzsche will man uns vermitteln, dass das Bedürfnis nach Glauben sowieso der größte Hemmschuh der Wahrhaftigkeit sei.

Mit PAMOJA greifen Sie zu Kaffees wo drin ist, was drauf steht. Vielleicht heute mal einen äthiopischen Mocca wegen der Säure und einen feinen Sumatra Vulkan Grade 1 für Geschmack nach Zedernholz und ein einem Hauch von Kräutern?

Auch der beste Barista ist da machtlos – Die industrielle Röstung

Die Industrie röstet unter anderem in sogenannten Konvektoren. Sie sehen aus wie riesengroße Silos. Bis zu einer Tonne Rohkaffee oder mehr wird in 90 Sekunden bei über 400 Grad Celsius geröstet. Dabei werden bei manchem Anbieter die Bohnen durchgewirbelt und von oben gleichzeitig mit Wasser besprüht. Ach Du dicke Bohne, denkt man sich da gleich. Von soviel Glanz und aufgeblähter Größe sollte man sich jedoch nicht blenden lassen: Eigentlich handelt sich es immer noch um das kleine, ärmliche Böhnchen, das billig eingekauft wurde.

Das Ergebnis kann jeder selbst sehen, der diese verkohlten Kaffees in Augenschein nimmt und die Bohnen genauer unter die Lupe nimmt. Vergleichen Sie diese Brandkatastrophe mit einem Steak, das man auf einen Grill mit lodernden Flammen legt. In der Mitte heiß, aber eben ohne Glut. Das Ganze dann nach ein paar Minuten vom Grill nehmen. Das Steak ist außen verbrannt und innen roh. So geht es unseren armen Industriekaffeebohnen auch. Niemand sollte es deshalb wundern, dass vor allem nur langzeitgeröstete Kaffees magenfreundlich sein können, oder?

Also, computergestützte, handwerkliche Langzeitröstung soll es schon sein. Die Röstung bei Temperaturen zwischen 170 Grad Celsius und 220 Grad Celsius dauert zwischen 14 und 17 Minuten.

Übrigens: Geschmacksempfinden ändert sich. Waren vor zwanzig Jahren noch die dunklen, kräftigen Röstungen gefragt, gehen heute vorwiegend hellere Röstungen über die Ladentheke.

Die Hardware

Alle Zutaten sind vorhanden: bester PAMOJA Kaffee, Messlöffel für 8 Gramm, die French Press oder der Handfilter, die Kaffeemaschine oder ein Siebträger. Nicht zu vergessen eine Stopuhr, um die Ergebnisse zeitlich vergleichbar zu machen.

Das Mischungsverhältnis – (k)ein Geheimnis des Baristas?

Hier hat jeder Hobby-Barista seine kleinen Geheimnisse. Unsere Secrets teilen wir gerne mit, wie man oben schon sehen konnte. Für den Kaffee gilt: das Ganze bei ziemlich grober Einstellung der Mühle mahlen. Nachdem dieses Gemisch und Wasser in die French Press gegeben wurde, kurz umrühren und exakt fünf Minuten warten.

Die Verkostung gibt nun einen ersten Anhaltspunkt, ob ich noch Veränderungen vornehme. Um alles vergleichbar zu halten, empfiehlt es sich die Mischungen zu notieren und zu Beginn immer mit einer ähnlichen groben Mischung zu mahlen. Schritt für Schritt tastet man sich dann vor zu „seinem“ Kaffee.

Ähnliches gilt für den Espresso, wobei hier der Mahlgrad zu Beginn bereits fein bis sehr fein sein sollte. Ok, mein Kaffee ist jetzt fertig.

 

Wir machen das jetzt. Anders