Deshalb PAMOJA

Vision und Geschichte von PAMOJA Gemein.gut Kaffee

  • Unsere kenianischen Premiumkaffees und Espressi unter zehn Euro anbieten
  • Die Kaffeebauern mit mindestens rund 1,50 je Kilo Rohkaffees angemessen bezahlen
  • Die Kaffeebauern sofort bei Lieferung bezahlen
  • Einen Wasserausgleichsfonds schaffen, um Brunnen zu bauen
  • Einen Lebensfonds gründen zur Vorsorge für bäuerlichen Familien
  • Inhalte des Lebensfonds: Frauenförderung, Gesundheit, Bildung, Investitionen

Die Geschichte von PAMOJA Gemein.gut Kaffee

Das Thema Kaffeeanbau und Handel in Kenia ist ein sehr langwieriges und kompliziertes. Darüber etwas zu berichten erfordert Vorkenntnisse aus mehreren Jahrzehnten. Leider ist es für die Kaffeebauern überhaupt keine Erfolgsgeschichte, sondern fortgesetztes Siechtum, das von nahezu allen in der Wertschöpfungskette ohne jeden Skrupel ausgenutzt wird. Nach fast zwanzig Jahren Beschäftigung mit Kenia und ziemlich genau zehn Jahren Handel mit Kaffees der Spitzenklasse aus den Ländern Ostafrikas, ist da plötzlich diese E-Mail vom Dezember 2015 im Postfach, die mir seitdem keine Ruhe gelassen hat. Darin habe ich eine Anfrage von kenianischen Kaffeebauern erhalten, die Hilfe suchten bei der Vermarktung ihres Rohkaffees.

Mein Interesse war geweckt. Als ich hörte, dass es um rund zehn Millionen Kilogramm Kaffee gehen sollte, musste ich jedoch passen. Zwar habe ich den einen oder anderen Investor angesprochen, aber letztlich bin ich froh, dass es nicht geklappt hat, denn: allesamt Spekulanten, und für die Kaffeebauern hätte es geheißen „Zurück auf Null“ und noch größere Abhängigkeiten einzugehen.

Nach etlichen Überlegungen kam mir mit einem Zwei-Stufen-Plan ein erstes Konzept in den Sinn. Irgendetwas mit höchsten Qualitätsansprüchen und Konsumenten als Eigentümer. Um dorthin zu kommen würde es Zeit und vertrauensvoller Arbeit mit aufgeschlossenen Kunden bedürfen. Wenn wir alle einig sind und den Kaffeebauern gemeinsam den Kaffee abkaufen, den wir alle so gerne im nächsten Moment selbst konsumieren, dann bleiben Profiteure und Spekulanten einer langen Wertschöpfungskette vor der Tür.

Alle gewinnen, wenn wir gemeinsam handeln: Wir als Eigentümerkonsumenten der Kaffees. Die Bauern die sofort bei Lieferung angemessene Entlohnung für ihren Rohkaffee bekommen und das eigene Leben mit einer Perspektive verbinden können. Ein Wasserfonds, den wir ins Leben rufen, um dem enormen Wasserverbrauch durch die Kaffeeherstellung Rechnung zu tragen. Und ein Lebensfonds als aktive Absicherung für die Familien der Bauern in Fragen der Frauenförderung, Bildung, Gesundheit und Vorsorge.

Dieser Plan bedarf jedoch eines Zwischenschritts, denn ich möchte die eigentlichen Macher, die zukünftigen Eigentümer nicht überfordern. Jeder soll die Chance haben sich langsam an das Thema eigenverantwortlicher Kaffeehandel und Handeln anzunähern. Deshalb starten wir einfach und wachsen in kleinen Schritten, die wir regelmäßig kritisch hinterfragen.

 

 

Wir machen das jetzt. Anders