Äthiopische Zeremonie

Sei authentisch: Buna die äthiopische Kaffeezeremonie für dein Zuhause

Die äthiopische Kaffeezeremonie dient dem kulturellen Leben. Und zwar gleich eines ganzen Landes. Wer selbst schon in den Genuss der Jebena Buna, so heißt die Angelegenheit in der Landessprache Amharisch gekommen ist, berichtet davon als ob er gerade ein angenehmes Wellnesswochenende hinter sich gebracht hat. Egal, ob man dazu eines der zahlreichen Hotelangebote in der Hauptstadt Addis Abeba wahr nimmt oder von der freundlichen Bevölkerung des Landes, vielleicht einfach und bescheiden mindestens aber ebenso herzlich eingeladen worden ist. Was sich so schön in der Literatur liest und in Wirklichkeit auch so ist, hat neben den angenehmen Seiten auch die Funktion eines reinigenden, sozialen Rituals. Nehmen Sie sich die Zeit dazu. Es lohnt sich: auch wenn es mehrere Stunden dauern wird.

Für PAMOJA Gemein.gut Kaffee vereinen sich in dieser traditionellen Kaffeezeremonie einer nach wie vor agrarischen Gesellschaft nahezu alle Werte, die wir von PAMOJA jetzt und zukünftig als wichtig erachten: der Ausdruck guter Gemeinschaft mit Nachbarn, Freunden und Familie. Lieber langsamer als schneller, dafür aber gehaltvoll und qualitativ. Lieber zuhause mit Liebe selbst gemacht als irgendwo von irgendwem schnell serviert und abkassiert.

Lieber „To Stay“ als „To Go“: Im Mittelpunkt jeder Kaffeezeremonie stehen Freundschaft und gegenseitige Achtsamkeit

Wenn Werte in den Mittelpunkt rücken, dann sind zumeist Rituale nicht weit weg, die Ausdruck der kognitiven Dimensionen des Umwelthandelns sind. Oder umgekehrt: es gibt zunehmend Fehlanpassungen menschlicher Lebensweisen. Nachzulesen bei Roy Rappaport. Weniger wissenschaftlich heißt das: Leute, nehmt Euch Zeit für den anderen. Hört zu, feiert gemeinsam. Seid gemeinsam fröhlich, aber auch traurig.

Ganz praktisch kann man das bei der äthiopischen Kaffeezeremonie erleben, denn es wäre unhöflich weniger als drei Tassen Kaffee zu trinken. Da Kaffee kochen Frauensache ist, wird er durch die Dame oder Tochter des Hauses, ebenso aufwendig wie geschickt zubereitet: Abol Buna, die erste Tasse für Gesundheit und Genuss. Bei der zweiten Tasse Tona stehen Konflikte und Probleme im Vordergrund. Baraka, die dritte Tasse dieses Pflichtprogramms sind dann die Segenswünsche und somit der Höhepunkt, gleich einem besonderen Geschenk für den Gast.

Mit allen Sinnen jeden Schritte der Zubereitung genießen und sich betören lassen

Der Besucher ist von Anfang an eingebunden und Teil der Zeremonie. Vor seinen Augen wird alles zubereitet. Er ist auch Teil der Vorbereitungen, wenn immer wieder Weihrauchstückchen in die Glut gelegt werden. Alle sitzen gemeinsam im Halbrund, geschäftig wird ein wenig Grass auf dem Boden ausgebreitet. Schließlich wird Mais zu Popcorn erhitzt und serviert.

Während unter einem Stövchen Holzkohle weiter zum Glühen gebracht wird, rösten die rohen Kaffeebohnen darüber in einer kleinen Schale. Schnell ändert sich die Farbe von grün zu braun. Aroma von frischem Kaffee erfüllt den Raum. Fertig geröstet werden die Bohnen herumgereicht, damit sich jeder von deren Qualität überzeugen kann. Alles in allem breitet sich ein Gemisch an feinen Gerüchen aus, das man nur schwerlich vergessen wird.

Die Jabana, ein mit Wasser gefüllter Tonkrug mit einem sehr langen Schnabel wird währenddessen erhitzt. Das dauert seinen Moment, den die Köchin nutzt, um die Kaffeebohnen mit einem Mörser traditionell zu zerkleinern. Das so gewonnene, etwas grobe Kaffeepulver wird nun vorsichtig durch den langen Schnabel der Jabana in die Kanne gegeben. Nach einigem Ziehen des Gemischs – bei manchen Köchinnen länger, bei manchen wiederum etwas kürzer – erfolg der Aufguss in dafür bereit gestellte kleine Mokkatassen.

Die Gastgeberin zelebriert hier genussvoll ihr besonderes Können, denn aus einiger Entfernung ergießt sie scheinbar mühelos und nebensächlich-selbstverständlich den Kaffee schwungvoll in die reich verzierten henkellosen Tassen.

Das beste Lob für die Gastgeberin ist es, mindestens drei Tassen Kaffee zu trinken

Vergessen Sie nicht die Gastgeberin über die Maßen zu loben, wiederholen Sie dieses Lob mehrmals. Es schadet nichts. Im Gegenteil: Freundlichkeit ist ein Baustein für Freundschaft, ein sozialer Kitt. Übrigens: die dritte Tasse sollten Sie allein schon deshalb trinken, weil Sie so am besten die guten Wünsche erwidern, die man Ihnen angedeihen lässt und so dem Haus Ihren Segen wünschen.

Sind Sie angeregt worden für eine Reise nach Äthiopien? Schön, dann haben Sie ein sehr schönes, zukünftiges Urlaubsziel gewählt. Wer zuvor schon selbst einmal die wohltuende Wirkung einer Kaffeezeremonie in den eigenen vier Wänden erleben will, sollte einfach selbst loslegen, seine Freunde einladen und auf diese Weise reich beschenken. Man kann garantiert nichts verkehrt machen. Den besten Pamojakaffee für Ihre eigene authentische Kaffeezeremonie zuhause finden Sie mit dem Äthiopien Mocca hier bei uns.

 

 

Wir machen das jetzt. Anders